Abriß

Nicht nur Ackerland und Kohleflöze werden vom Renditehunger großer Tagebaue vernichtet. Auch ganze Ortschaften fallen den Baggern zum Opfer und wandeln sich von belebten Siedlungen über Geisterstädte zu Ruinenhaufen, ehe sie endgültig abgetragen werden.


Die Immerather Windmühle wartet seit ihrer Restaurierung in den 1950er Jahren. Ob auf einen Umzug, auf daß der Zahn der Zeit weiter an ihr nage oder auf die Bagger des herannahenden Tagebaus Garzweiler 2 - das ist bis heute nicht geklärt und, mit fortschreitender Zeit, auch scheinbar immer weniger bedeutsam. Noch kann man ihr von der Bundesautobahn A61 (deren Schicksal an dieser Stelle im Gegensatz zu dem der Mühle bereits entschieden ist) aus dabei zusehen, und das schon von weitem.
2011-01-29

Unfriedhof

Auch die Toten leisten ihren Beitrag zur Ernährung des Kohlenhungers: Sie machen sich vom Gottesacker und werden wie die lebenden umgesiedelt.
2011-01-29

Abrißdämmerung

2011-01-29

Zu

2011-01-29

Geisterstadt

2011-01-29

Rausgeklingelt

2011-01-29

Abbruchverwertung

2011-01-29

Freitreppe

2011-01-29

Hausgebaggert

2011-01-22

Der Fall Holz

Dieser Wasserturm, zu Lebzeiten Wahrzeichen nicht nur seines von der Profitgier der Energieriesen längst unwiederbringlich aufgezehrten - oder bestenfalls als Schatten seiner selbst woanders aus der Retorte wieder auferstandenen - Dorfes Holz, war wenige Sekunden nach dieser Aufnahme Geschichte. Wie so vieles, das hier und anderswo ohne wirkliche Not und dennoch aus "höherem Interesse" vernichtet wurde.
2011-01-22

Auf dem Spreng

Holz, 14 Uhr 41. Regen. Die Sprengladungen sitzen.
2011-01-21

Ort fort

"Es war einmal ein Ort. Er hieß Borschemich." Das wird man in wenigen Jahren sagen. Vom Ortsschild läßt sich dasselbe indes schon jetzt behaupten.