Braunkohle

In 30 Millionen Jahren entstanden, in nicht mal 30 Dekaden durch den Schornstein gejagt. Das Braune Gold verhieß einst Wohlstand und Wärme für viele. Heute verheißt es zwar immer noch Wärme, die aber wohl eher globalklimatisch. Immerhin, den Wohlstand für viele verheißt sie auch heute noch. Zumindest für viele Anteilseigner der Energiegiganten.


2012-05-12

Randwirtschaft

2012-05-12

Online

Die Immerather Windmühle wartet seit ihrer Restaurierung in den 1950er Jahren. Ob auf einen Umzug, auf daß der Zahn der Zeit weiter an ihr nage oder auf die Bagger des herannahenden Tagebaus Garzweiler 2 - das ist bis heute nicht geklärt und, mit fortschreitender Zeit, auch scheinbar immer weniger bedeutsam. Noch kann man ihr von der Bundesautobahn A61 (deren Schicksal an dieser Stelle im Gegensatz zu dem der Mühle bereits entschieden ist) aus dabei zusehen, und das schon von weitem.
2012-05-08

Staub zu Staub

Das Rückgrat der Kohlengrube: Hier wird der Strom an die Bagger verteilt, deren Beute in "Abraum" und die begehrte Kohle sortiert und mittels Förderbändern je nach Art entweder direkt wieder zum Verfüllen des Lochs an der gegenüberliegenden Seite oder aber zum Befeuern der Kohlemeiler am Horizont transportiert. Dort entsteht aus der Kohle (neben viel Kohlendioxid) Strom, und der... siehe oben.

Dieser Bereich liegt im Winkelpunkt des Tagebaus, im Falle von Garzweiler ist das ganz im Süden. Nördlich davon "wandert" die Grube gegen den Uhrzeigersinn in einem Bogen von Osten nach Westen.
2011-01-29

Rauchgans

2011-01-29

Brandherd

Das Kraftwerk Weisweiler raucht in der Nähe von Aachen. Sein täglich Brot sind Millionen Jahre alte Baum- und Pflanzenreste, die ununterbrochen aus dem wenige Kilometer entfernt gelegenen Tagebau Inden ans Licht gebracht werden.
2011-01-29

Unfriedhof

Auch die Toten leisten ihren Beitrag zur Ernährung des Kohlenhungers: Sie machen sich vom Gottesacker und werden wie die lebenden umgesiedelt.
2011-01-29

Abrißdämmerung

2011-01-29

Endstation

Ein Abgleich mit der Google Maps-Karte zeigt, wie sich die Bagger kontinuierlich auf ehemals belebte Orte zu bewegen. Tagebaue "wandern".
2011-01-29

Zu

2011-01-29

Geisterstadt

2011-01-29

Rausgeklingelt

2011-01-29

Abbruchverwertung

2011-01-29

Freitreppe

2011-01-29

Hausgebaggert

2011-01-22

Der Fall Holz

Dieser Wasserturm, zu Lebzeiten Wahrzeichen nicht nur seines von der Profitgier der Energieriesen längst unwiederbringlich aufgezehrten - oder bestenfalls als Schatten seiner selbst woanders aus der Retorte wieder auferstandenen - Dorfes Holz, war wenige Sekunden nach dieser Aufnahme Geschichte. Wie so vieles, das hier und anderswo ohne wirkliche Not und dennoch aus "höherem Interesse" vernichtet wurde.
2011-01-22

Auf dem Spreng

Holz, 14 Uhr 41. Regen. Die Sprengladungen sitzen.
2011-01-21

Ort fort

"Es war einmal ein Ort. Er hieß Borschemich." Das wird man in wenigen Jahren sagen. Vom Ortsschild läßt sich dasselbe indes schon jetzt behaupten.